Zu den Grundnahrungsmitteln des Öchers gehören neben den Printen mit Sicherheit „Puttes“, Sauerbraten, Reisfladen und natürlich „Fritten“.

Der Öcher nennt die Kartoffelstäbchen einfach „Fritten“, eigentlich heißen sie „Pommes frites“ das kommt aus dem französischen und heißt „frittierte Äpfel“. Das ist allerdings nicht ganz korrekt, denn es handelt sich hier ja nicht um Äpfel, sondern um Erdäpfel – Pommes de terre!

… Den kompletten, wirklich zauberhaften Artikel von Hanne Follmer zur „Fritte“ findet man übrigens hier. …

Leckere Fritten zuzubereiten ist eine Kunst. Wenn man dabei einige Punkte beachtet kann sie aber jeder erlernen. Hier kommt das Rezept für „1A-Fritten“, wie sie schon meine Oma machte:

  • Kartoffeln (fest kochende oder vorwiegend fest kochende, gelbfleischige Kartoffeln) schälen, gleichmäßig schneiden und in eine große Schüssel mit kaltem Wasser legen und das Stärkemehl austreten lassen. Das Wasser mit der Stärke wegschütten. Kartoffelstäbchen gründlich abtrocknen!
  • Nierenfett erhitzen – wenn man keins hat oder bekommt, nimmt man ein gutes Pflanzenöl, das hoch erhitzt werden darf, z.B. Erdnussöl. Das Fett zunächst auf 130-140 °C erhitzen.
  • Das Geheimnis einer guten Fritte liegt im zweimaligen Frittieren!
  • Beim 1. Frittiervorgang werden die Fritten bei 130-140 °C 5-6 min in kleinen Portionen frittiert (nicht zu viele auf einmal nehmen!), abtropfen lassen und zum Abkühlen beiseite stellen.
  • Nachdem alle Kartoffeln vorfrittiert sind und abgekühlt sind, das Fett nochmal höher erhitzen. Jetzt sollte eine Temperatur von 170-175 °C erreicht werden (nicht höher!) Jetzt die vorfrittierten Kartoffelstäbchen für ca. weitere 3 Min. frittieren, bis sie goldgelb und knusprig sind. Fett gut abtropfen lassen.
  • Fritten salzen und genießen!

Ich wünsche allen viel Spaß beim Zubereiten und guten Appetit!

Hier noch ein paar Tipps:

  • Das benutzte Fett nicht öfter als ca. 8 mal benutzen, dann durch frisches ersetzen.
    Kein frisches Öl zum alten dazugießen.
  • Macht man längere Zeit keine Fritten, sollte man ebenfalls neues Fett nehmen, auch wenn man das alte erst wenige Male benutzt da. Denn Fett oxidiert durch den Kontakt mit Sauerstoff an der Luft und es entstehen giftige Stoffe.
  • Keine anderen Nahrungsmittel im gleichen Fett ausbacken.
  • Keine Frittenreste im Fett zurücklassen.

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